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cover your tracks / 1999 / 2000 / 2002

Unter der duftenden Erde im Topf
Die Kopf-Sinne eingetaucht in Dunkelheit
Mild vom weichen feuchten Erdenwind umstrichen
Dumpf und schwach umtönt - verharrend
Verkehrt in der Unbeweglichkeit der Pflanze.

In dieser Kurzform würde ich meine Empfindungen beschreiben, die ich hatte, als ich, einer von 35 Mitwirkenden der Aktion „Cover Your Tracks“ von BBB Johannes Deimling, den Kopf unter einem halben Eimer Blumenerde begraben, vor einem der Tontöpfe kniete und versuchte die richtige Haltung für Schultern, Rücken, Knie, Füße und Arme zu finden. Nachdem die Balance zwischen dem ruhig ge stellten Körper und dem Kopf im Topf hergestellt war, versank ich in der kühlen Welt des Wurzelreichs, während die Nachmittagssonne noch eine Weile meinen Rücken wärmte. Die milden Erdgerüche hatten die Nase schnell ermüdet, und aus der Dunkelheit kamen Musik und Gesprächsfetzen von Zuschauern. Einer stellte fest, dass die Figuren sehr echt aussehen würden. Als ein anderer vermu tete, dass die Körper vielleicht doch Menschen seien, entbrannten Meinungsver schiedenheiten, die dazu führten, dass man mir einen leichten Rippenstoß versetzte. Tritte auf die Finger hatte ich einkalkuliert, doch das kam überraschend, konnte mich aber nicht mehr aus der Topfwelt herausreißen. Die Leute zogen bald ab, und die Musik unter der Moltke-Brücke schob sich wieder an mein Wurzelohr. So begann ich eine singende Zwiesprache mit mir und dem Leben unter der Erde zu halten. Lebendig-Begraben-Fantasien zogen mich weiter in das unterirdische Reich der Erde. Haare verästelten sich darin, und Zeit sprang in eine andere Dimension. Wie lange würde eine Pflanze hier unbehelligt stehen können? Würde sie aus menschlichem Aberwitz ausgerissen, auf Grund von Bauplänen weggebaggert, aus Unachtsamkeit zertreten oder würden sich die Wurzeln durch den Topf schlagen, die Pflastersteine umklammern und darunter mehr Erde und genug Wasser finden?

Ich weiß nicht, wie lange ich an diesen Vorstellungen hing, als ich meine Beine nicht mehr spürte und meine Arme eingeschlafen waren. Ich hob den Hintern an, bewegte die Schultern auf dem Topfrand und ließ frisches Blut in die Extremitä ten. Als ich den Kopf aus dem Topf zog, war Dunkelheit, und ich ließ mich lahm auf das Pflaster rollen, wälzte mich herum und streckte mich. Langsam kam ich wieder außerhalb der Pflanzenexistenz an und zu mir.

„Wie war das da drin?“ wollte auf einmal jemand wissen. „Ganz anders als auf dem Bild auf der Postkarte!“ Das wusste ich sofort. Die Einladungskarte war mir zunächst bloß sinnbildlich erschienen. Ich hatte das Bild mit der barfüßigen Person, die ihren Kopf in dem Blumentopf stecken hat, bloß mit Sinnsprüchen wie „Den Kopf in den Sand stecken.“ besetzt. Dieser Kopfstoff war jetzt weg. Das Erlebnis war eine Reise in die Zeit gewesen und hatte sich als Erfahrung mit der Geschichte des Lebens verknüpft. Ich war aus der Zeit der „Langen Nacht der Museen“ ausgestiegen und in eine ganz andere Zeit eingetreten, in der Erdgei ster das Sagen hatten. Inmitten des geschäftigen Treibens der von den Muse umsdirektoren animierten Stadt gaben Berliner Pflanzen den Ton an, mit denen ich eine Weile Zwiesprache halten konnte.
Was hatte sich ereignet? Der ausgeschaltete Gesichtssinn und das Kopfüber veränderten die Orientierung komplett. Nase und Ohren übernahmen die Leitung und führten mich aus der visuellen in die viszerale Welt der Eingeweide des Körpers und der Erde. Einen starken Wechsel der Rolle und Haltung hatte Deimling seinen Akteuren zugemutet. Jeder von ihnen hatte unterschiedliche Erfahrungen gemacht und es mehr oder weniger lange ausgehalten. Letztlich entscheidend erwies es sich, dass durch die Blumenerde um den im Tontopf steckenden Kopf der führende und die Menschen leitende Gesichtssinn ausgeschaltet war, und damit die akustischen und olfaktorischen Sinnesreize hervortreten konnten. Sie bilden andere Anker, wie die Hypnoseforscher sagen, und andere Anker ermöglichen ungewohnte Zugänge zum Unbewussten.

Das Konzept der Aktion ist von hoher organisatorischer Flexibilität. Sie ist effektiv in der Wirkung sowohl für Mitwirkende wie für Zuschauer. Sie kann nahezu überall und mit beliebig vielen Teilnehmern durchgeführt werden. Auch ist es nicht unerheblich, dass diese Arbeit in Berlin entstanden ist, wo gebaggert, versiegelt und betoniert wird, um in der Hauptstadt den Geschäften, den Waren, den Dienstleistungen und letztlich den Menschen Beine zu machen. Deimling kehrt die Verhältnisse um, und lässt die Akteure ihren Kopf der Erde zuwenden. Sie stehen nicht mehr auf den Füßen sondern ruhen auf Knien und Kopf. Deimling lässt die Teilnehmer der Aktion zur Ruhe kommen und bei sich sein: eine notwendige Maßnahme gegen Beschleunigung und Wahnsinn.

text: Dr. Johannes Lothar Schröder

Gedanken zur performativen Installation Cover Your Tracks 8+9 von BBB Johannes Deimling im Rahmen des Kunstprojektes stadtraum()privatraum in Mannheim 11. und 12. Oktober 2002
„Die einzig wirksame Art und Weise, die Dunkelheit dessen zu gewährleisten, was vor dem Licht der Öffentlichkeit verborgen bleiben muss...ist eine Stätte, zu der niemand zutritt hat und wo man zugleich geborgen und verborgen ist“ (Hannah Arendt)

Ein Platz, ein ganz zentraler der Stadt. Der Marktplatz. Es ist 16.00 Uhr, kühl, recht kühl sogar. Ein eher trüber Tag.

Im Zentrum des Platzes stellen sich ca. 20-25 Personen zu einer Performance auf. Langsam wächst das „bewegte Bild“ heran. Erst einer, dann der nächste, dann der übernächste usw., bis es ein großes „bewegtes, stilles Bild“ geworden ist. Alle Performer (Frauen und Männer) sind schwarz gekleidet. Sie kommen mit einem großen Blumentopf aus Terrakotta zur Mitte des Platzes. Sie gehen vor dem Blumentopf, den sie vor sich hingestellt haben auf die Knie. Sie beugen sich soweit vor, bis ihr Kopf und Teile des Halses in Topf verschwunden sind. Der Kopf ruht auf einer Schicht Graberde, die zuvor bereits eingefüllt wurde. Nun kommt von außen noch weitere Erde hinzu. Sowohl BBB Johannes Deimling, wie auch andere Helfer, schütten Erde über den hinteren Teil des Kopfes der Performer.

All das Geschieht in Ruhe und wird mit großer Behutsamkeit ausgeführt. Schon nach kurzer Zeit bleiben die ersten Passanten stehen. Im weiteren Verlauf der Performance werden es immer mehr werden.

Es dauert einige Zeit bis alle Performer in Position sind. Das Bild wächst heran und entfaltet in seinem Wachsen eine ganz eigene Energie, die von Ruhe und Konzentration geprägt ist. Ein Gegenbild zum Treiben der Passanten, die ihren Geschäften nachgehen, einkaufen oder nach getaner Arbeit auf dem Heimweg sind.

Um die Performer hat sich nun ein großer Kreis von „Zuschauern“ gebildet. Auch dieser wächst ständig. Einzelne bleiben nur kurz stehen, schauen hin und gehen dann kopfschüttelnd weiter. Viele aber bleiben länger. Da gibt es jene, die lange zuschauen und dabei in das Geschehen eintauchen. Sie werden Teil des Ganzen, das sich hier vollzieht. Ihre Art zu stehen und zu schauen drückt aus: Ich bin im Bild. Ich teile das, was ich sehe.

Aber der größte Teil der „Zuschauer“ steigt in Gespräche ein. Sinnfragen werden gestellt. Nach Erklärungshilfen wird gefragt. Unmut wird geäußert. So geschieht es an verschiedenen Stellen, dass sich viel Worte, Gespräche und laute Proteste der, nach wie vor stillen und konzentrierten Aktion entgegenstellen. Es ist wie eine Art pulsierender Ring, der sich um die agierenden Performer legt. Je länger die Performance dauert, je stärker und lauter wird der Gesprächsanteil der Passanten und Zuschauer.

Jene, die als Performer arbeiten, sind in einer Position, von der gesamten körperlichen Haltung her betrachtet – die eine große Verletzlichkeit auszeichnet: Der Performer kniet auf dem Kopfsteinpflaster. Sein Kopf ist in einem Blumentopf verborgen. Allem was um ihn herum geschieht ist er schutzlos ausgeliefert.

Er scheint in eine andere Welt hineinzulauschen. Er beugt sich nieder, der Erde zu. Er steckt seinen Kopf in einen Behälter. Dieser wird so zu einem Resonanzkörper – zu einem großen Ohr.

Ein Blumentopf ist ein Gefäß für Pflanzen. Im Topf unter der Erde befinden sich die Wurzeln. Genau an der Stelle ist nun der Kopf des Performers und bildet den „Wurzelstock“, der restliche Körper die Pflanze.

Der Kopf ist verborgen. Kein Gesicht zu erkennen. Das Individuelle scheint fast völlig getilgt zu sein. Nur die Körper der einzelnen Performer differenzieren. Die durchgehend schwarze Kleidung vereinigt sie an diesem Ort zu einer rätselhaften, mysteriösen Gruppe, die durch ihr sonderbares Tun den Platz von seiner Alltäglichkeit befreien – zumindest für die Dauer der Performance. Das Geschehen zwischen den einzelnen Performern hat etwas von einem ruhigen Atmen. Es sendet aus und empfängt.

Im Hinzutreten der Passanten und deren Teilnahme vollzieht sich die Performance. Das heißt, dass alle Faktoren zusammen das ausmachen, was wir letztendlich Performance nennen. Ort und Stunde, Agierende und Reagierende bilden zusammen eine Art „Körper“ – eine Haut verschiedenster Energien, die vereint.

Dieser Platz der Stadt hat für mich sehr viel mit Ruhe zu tun. Hier öffnet sich ein weiter Raum, den nun die Performer mit ihrem „Pflanzenkörper“, mit ihrem Rücken spüren und ertasten können

Eine Dreiviertelstunde ist vergangen. Die ersten Performer beenden ihr Tun. Auch der Kreis der Zuschauer lichtet sich. Es ist ein „Zurück“, das sich bei einigen eher schmerzlich vollzieht, bei anderen freudig. Ich muß an Sloterdijks „Zur Welt kommen. Zur Sprache kommen.“ denken. Er sagt an dieser Stelle: „Nur etymologisch scheint Kunst von Können zu kommen, in der Sache kommt Können selbst schon von Eröffnen. Darum ist keiner Kunst der veristische Zug ganz fremd, denn was sich aussetzt, auch Sanftes, Wehrloses, Inoffensives, eröffnet eine Welt und ist durch das bloße Herauskommen schon eine Eröffnungsheftigkeit an sich. Aber die Kunst, wie alle übrige Schöpfung beginnt mit dem Entschluss, sich zu konfrontieren und sich dem Schicherheitsrisiko auszusetzen.“

Zurück bleibt der Platz einer Stadt. Zurück bleibt, was gerade dort geschehen ist und was davor dort geschehen war, vor Tagen, Wochen, Monaten und Jahren. Es wird für immer dort sein. Als Substanz. Als vollzogene Skulptur.

Die performative Installation Cover Your Tracks von BBB Johannes Deimling, die er von anderen ausführen lässt – dieser Umstand verdient eine eigene Betrachtung an anderer Stelle – versteht sich eben nicht als letzter Versuch, die Blicke endlich wieder auf die Kunst zu ziehen, sonder vielmehr, so scheint es mir, geht es BBB Johannes Deimling um eine „Zugabe“ – um eine Geste, hineingegeben in das Ganze. Eine Analyse der Performance Cover Your Tracks von BBB Johannes Deimling im Vergleich mit Vanessa Beecroft und Anderen steht noch aus.

von Wolfgang Sautermeister

 

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cover your tracks / 1999 / 2000 / 2002

Unter der duftenden Erde im Topf
Die Kopf-Sinne eingetaucht in Dunkelheit
Mild vom weichen feuchten Erdenwind umstrichen
Dumpf und schwach umtönt - verharrend
Verkehrt in der Unbeweglichkeit der Pflanze.

In dieser Kurzform würde ich meine Empfindungen beschreiben, die ich hatte, als ich, einer von 35 Mitwirkenden der Aktion „Cover Your Tracks“ von BBB Johannes Deimling, den Kopf unter einem halben Eimer Blumenerde begraben, vor einem der Tontöpfe kniete und versuchte die richtige Haltung für Schultern, Rücken, Knie, Füße und Arme zu finden. Nachdem die Balance zwischen dem ruhig ge stellten Körper und dem Kopf im Topf hergestellt war, versank ich in der kühlen Welt des Wurzelreichs, während die Nachmittagssonne noch eine Weile meinen Rücken wärmte. Die milden Erdgerüche hatten die Nase schnell ermüdet, und aus der Dunkelheit kamen Musik und Gesprächsfetzen von Zuschauern. Einer stellte fest, dass die Figuren sehr echt aussehen würden. Als ein anderer vermu tete, dass die Körper vielleicht doch Menschen seien, entbrannten Meinungsver schiedenheiten, die dazu führten, dass man mir einen leichten Rippenstoß versetzte. Tritte auf die Finger hatte ich einkalkuliert, doch das kam überraschend, konnte mich aber nicht mehr aus der Topfwelt herausreißen. Die Leute zogen bald ab, und die Musik unter der Moltke-Brücke schob sich wieder an mein Wurzelohr. So begann ich eine singende Zwiesprache mit mir und dem Leben unter der Erde zu halten. Lebendig-Begraben-Fantasien zogen mich weiter in das unterirdische Reich der Erde. Haare verästelten sich darin, und Zeit sprang in eine andere Dimension. Wie lange würde eine Pflanze hier unbehelligt stehen können? Würde sie aus menschlichem Aberwitz ausgerissen, auf Grund von Bauplänen weggebaggert, aus Unachtsamkeit zertreten oder würden sich die Wurzeln durch den Topf schlagen, die Pflastersteine umklammern und darunter mehr Erde und genug Wasser finden?

Ich weiß nicht, wie lange ich an diesen Vorstellungen hing, als ich meine Beine nicht mehr spürte und meine Arme eingeschlafen waren. Ich hob den Hintern an, bewegte die Schultern auf dem Topfrand und ließ frisches Blut in die Extremitä ten. Als ich den Kopf aus dem Topf zog, war Dunkelheit, und ich ließ mich lahm auf das Pflaster rollen, wälzte mich herum und streckte mich. Langsam kam ich wieder außerhalb der Pflanzenexistenz an und zu mir.

„Wie war das da drin?“ wollte auf einmal jemand wissen. „Ganz anders als auf dem Bild auf der Postkarte!“ Das wusste ich sofort. Die Einladungskarte war mir zunächst bloß sinnbildlich erschienen. Ich hatte das Bild mit der barfüßigen Person, die ihren Kopf in dem Blumentopf stecken hat, bloß mit Sinnsprüchen wie „Den Kopf in den Sand stecken.“ besetzt. Dieser Kopfstoff war jetzt weg. Das Erlebnis war eine Reise in die Zeit gewesen und hatte sich als Erfahrung mit der Geschichte des Lebens verknüpft. Ich war aus der Zeit der „Langen Nacht der Museen“ ausgestiegen und in eine ganz andere Zeit eingetreten, in der Erdgei ster das Sagen hatten. Inmitten des geschäftigen Treibens der von den Muse umsdirektoren animierten Stadt gaben Berliner Pflanzen den Ton an, mit denen ich eine Weile Zwiesprache halten konnte.
Was hatte sich ereignet? Der ausgeschaltete Gesichtssinn und das Kopfüber veränderten die Orientierung komplett. Nase und Ohren übernahmen die Leitung und führten mich aus der visuellen in die viszerale Welt der Eingeweide des Körpers und der Erde. Einen starken Wechsel der Rolle und Haltung hatte Deimling seinen Akteuren zugemutet. Jeder von ihnen hatte unterschiedliche Erfahrungen gemacht und es mehr oder weniger lange ausgehalten. Letztlich entscheidend erwies es sich, dass durch die Blumenerde um den im Tontopf steckenden Kopf der führende und die Menschen leitende Gesichtssinn ausgeschaltet war, und damit die akustischen und olfaktorischen Sinnesreize hervortreten konnten. Sie bilden andere Anker, wie die Hypnoseforscher sagen, und andere Anker ermöglichen ungewohnte Zugänge zum Unbewussten.

Das Konzept der Aktion ist von hoher organisatorischer Flexibilität. Sie ist effektiv in der Wirkung sowohl für Mitwirkende wie für Zuschauer. Sie kann nahezu überall und mit beliebig vielen Teilnehmern durchgeführt werden. Auch ist es nicht unerheblich, dass diese Arbeit in Berlin entstanden ist, wo gebaggert, versiegelt und betoniert wird, um in der Hauptstadt den Geschäften, den Waren, den Dienstleistungen und letztlich den Menschen Beine zu machen. Deimling kehrt die Verhältnisse um, und lässt die Akteure ihren Kopf der Erde zuwenden. Sie stehen nicht mehr auf den Füßen sondern ruhen auf Knien und Kopf. Deimling lässt die Teilnehmer der Aktion zur Ruhe kommen und bei sich sein: eine notwendige Maßnahme gegen Beschleunigung und Wahnsinn.

text: Dr. Johannes Lothar Schröder

Gedanken zur performativen Installation Cover Your Tracks 8+9 von BBB Johannes Deimling im Rahmen des Kunstprojektes stadtraum()privatraum in Mannheim 11. und 12. Oktober 2002
„Die einzig wirksame Art und Weise, die Dunkelheit dessen zu gewährleisten, was vor dem Licht der Öffentlichkeit verborgen bleiben muss...ist eine Stätte, zu der niemand zutritt hat und wo man zugleich geborgen und verborgen ist“ (Hannah Arendt)

Ein Platz, ein ganz zentraler der Stadt. Der Marktplatz. Es ist 16.00 Uhr, kühl, recht kühl sogar. Ein eher trüber Tag.

Im Zentrum des Platzes stellen sich ca. 20-25 Personen zu einer Performance auf. Langsam wächst das „bewegte Bild“ heran. Erst einer, dann der nächste, dann der übernächste usw., bis es ein großes „bewegtes, stilles Bild“ geworden ist. Alle Performer (Frauen und Männer) sind schwarz gekleidet. Sie kommen mit einem großen Blumentopf aus Terrakotta zur Mitte des Platzes. Sie gehen vor dem Blumentopf, den sie vor sich hingestellt haben auf die Knie. Sie beugen sich soweit vor, bis ihr Kopf und Teile des Halses in Topf verschwunden sind. Der Kopf ruht auf einer Schicht Graberde, die zuvor bereits eingefüllt wurde. Nun kommt von außen noch weitere Erde hinzu. Sowohl BBB Johannes Deimling, wie auch andere Helfer, schütten Erde über den hinteren Teil des Kopfes der Performer.

All das Geschieht in Ruhe und wird mit großer Behutsamkeit ausgeführt. Schon nach kurzer Zeit bleiben die ersten Passanten stehen. Im weiteren Verlauf der Performance werden es immer mehr werden.

Es dauert einige Zeit bis alle Performer in Position sind. Das Bild wächst heran und entfaltet in seinem Wachsen eine ganz eigene Energie, die von Ruhe und Konzentration geprägt ist. Ein Gegenbild zum Treiben der Passanten, die ihren Geschäften nachgehen, einkaufen oder nach getaner Arbeit auf dem Heimweg sind.

Um die Performer hat sich nun ein großer Kreis von „Zuschauern“ gebildet. Auch dieser wächst ständig. Einzelne bleiben nur kurz stehen, schauen hin und gehen dann kopfschüttelnd weiter. Viele aber bleiben länger. Da gibt es jene, die lange zuschauen und dabei in das Geschehen eintauchen. Sie werden Teil des Ganzen, das sich hier vollzieht. Ihre Art zu stehen und zu schauen drückt aus: Ich bin im Bild. Ich teile das, was ich sehe.

Aber der größte Teil der „Zuschauer“ steigt in Gespräche ein. Sinnfragen werden gestellt. Nach Erklärungshilfen wird gefragt. Unmut wird geäußert. So geschieht es an verschiedenen Stellen, dass sich viel Worte, Gespräche und laute Proteste der, nach wie vor stillen und konzentrierten Aktion entgegenstellen. Es ist wie eine Art pulsierender Ring, der sich um die agierenden Performer legt. Je länger die Performance dauert, je stärker und lauter wird der Gesprächsanteil der Passanten und Zuschauer.

Jene, die als Performer arbeiten, sind in einer Position, von der gesamten körperlichen Haltung her betrachtet – die eine große Verletzlichkeit auszeichnet: Der Performer kniet auf dem Kopfsteinpflaster. Sein Kopf ist in einem Blumentopf verborgen. Allem was um ihn herum geschieht ist er schutzlos ausgeliefert.

Er scheint in eine andere Welt hineinzulauschen. Er beugt sich nieder, der Erde zu. Er steckt seinen Kopf in einen Behälter. Dieser wird so zu einem Resonanzkörper – zu einem großen Ohr.

Ein Blumentopf ist ein Gefäß für Pflanzen. Im Topf unter der Erde befinden sich die Wurzeln. Genau an der Stelle ist nun der Kopf des Performers und bildet den „Wurzelstock“, der restliche Körper die Pflanze.

Der Kopf ist verborgen. Kein Gesicht zu erkennen. Das Individuelle scheint fast völlig getilgt zu sein. Nur die Körper der einzelnen Performer differenzieren. Die durchgehend schwarze Kleidung vereinigt sie an diesem Ort zu einer rätselhaften, mysteriösen Gruppe, die durch ihr sonderbares Tun den Platz von seiner Alltäglichkeit befreien – zumindest für die Dauer der Performance. Das Geschehen zwischen den einzelnen Performern hat etwas von einem ruhigen Atmen. Es sendet aus und empfängt.

Im Hinzutreten der Passanten und deren Teilnahme vollzieht sich die Performance. Das heißt, dass alle Faktoren zusammen das ausmachen, was wir letztendlich Performance nennen. Ort und Stunde, Agierende und Reagierende bilden zusammen eine Art „Körper“ – eine Haut verschiedenster Energien, die vereint.

Dieser Platz der Stadt hat für mich sehr viel mit Ruhe zu tun. Hier öffnet sich ein weiter Raum, den nun die Performer mit ihrem „Pflanzenkörper“, mit ihrem Rücken spüren und ertasten können

Eine Dreiviertelstunde ist vergangen. Die ersten Performer beenden ihr Tun. Auch der Kreis der Zuschauer lichtet sich. Es ist ein „Zurück“, das sich bei einigen eher schmerzlich vollzieht, bei anderen freudig. Ich muß an Sloterdijks „Zur Welt kommen. Zur Sprache kommen.“ denken. Er sagt an dieser Stelle: „Nur etymologisch scheint Kunst von Können zu kommen, in der Sache kommt Können selbst schon von Eröffnen. Darum ist keiner Kunst der veristische Zug ganz fremd, denn was sich aussetzt, auch Sanftes, Wehrloses, Inoffensives, eröffnet eine Welt und ist durch das bloße Herauskommen schon eine Eröffnungsheftigkeit an sich. Aber die Kunst, wie alle übrige Schöpfung beginnt mit dem Entschluss, sich zu konfrontieren und sich dem Schicherheitsrisiko auszusetzen.“

Zurück bleibt der Platz einer Stadt. Zurück bleibt, was gerade dort geschehen ist und was davor dort geschehen war, vor Tagen, Wochen, Monaten und Jahren. Es wird für immer dort sein. Als Substanz. Als vollzogene Skulptur.

Die performative Installation Cover Your Tracks von BBB Johannes Deimling, die er von anderen ausführen lässt – dieser Umstand verdient eine eigene Betrachtung an anderer Stelle – versteht sich eben nicht als letzter Versuch, die Blicke endlich wieder auf die Kunst zu ziehen, sonder vielmehr, so scheint es mir, geht es BBB Johannes Deimling um eine „Zugabe“ – um eine Geste, hineingegeben in das Ganze. Eine Analyse der Performance Cover Your Tracks von BBB Johannes Deimling im Vergleich mit Vanessa Beecroft und Anderen steht noch aus.

von Wolfgang Sautermeister

 

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cover your tracks / 1999 / 2000 / 2002

Unter der duftenden Erde im Topf
Die Kopf-Sinne eingetaucht in Dunkelheit
Mild vom weichen feuchten Erdenwind umstrichen
Dumpf und schwach umtönt - verharrend
Verkehrt in der Unbeweglichkeit der Pflanze.

In dieser Kurzform würde ich meine Empfindungen beschreiben, die ich hatte, als ich, einer von 35 Mitwirkenden der Aktion „Cover Your Tracks“ von BBB Johannes Deimling, den Kopf unter einem halben Eimer Blumenerde begraben, vor einem der Tontöpfe kniete und versuchte die richtige Haltung für Schultern, Rücken, Knie, Füße und Arme zu finden. Nachdem die Balance zwischen dem ruhig ge stellten Körper und dem Kopf im Topf hergestellt war, versank ich in der kühlen Welt des Wurzelreichs, während die Nachmittagssonne noch eine Weile meinen Rücken wärmte. Die milden Erdgerüche hatten die Nase schnell ermüdet, und aus der Dunkelheit kamen Musik und Gesprächsfetzen von Zuschauern. Einer stellte fest, dass die Figuren sehr echt aussehen würden. Als ein anderer vermu tete, dass die Körper vielleicht doch Menschen seien, entbrannten Meinungsver schiedenheiten, die dazu führten, dass man mir einen leichten Rippenstoß versetzte. Tritte auf die Finger hatte ich einkalkuliert, doch das kam überraschend, konnte mich aber nicht mehr aus der Topfwelt herausreißen. Die Leute zogen bald ab, und die Musik unter der Moltke-Brücke schob sich wieder an mein Wurzelohr. So begann ich eine singende Zwiesprache mit mir und dem Leben unter der Erde zu halten. Lebendig-Begraben-Fantasien zogen mich weiter in das unterirdische Reich der Erde. Haare verästelten sich darin, und Zeit sprang in eine andere Dimension. Wie lange würde eine Pflanze hier unbehelligt stehen können? Würde sie aus menschlichem Aberwitz ausgerissen, auf Grund von Bauplänen weggebaggert, aus Unachtsamkeit zertreten oder würden sich die Wurzeln durch den Topf schlagen, die Pflastersteine umklammern und darunter mehr Erde und genug Wasser finden?

Ich weiß nicht, wie lange ich an diesen Vorstellungen hing, als ich meine Beine nicht mehr spürte und meine Arme eingeschlafen waren. Ich hob den Hintern an, bewegte die Schultern auf dem Topfrand und ließ frisches Blut in die Extremitä ten. Als ich den Kopf aus dem Topf zog, war Dunkelheit, und ich ließ mich lahm auf das Pflaster rollen, wälzte mich herum und streckte mich. Langsam kam ich wieder außerhalb der Pflanzenexistenz an und zu mir.

„Wie war das da drin?“ wollte auf einmal jemand wissen. „Ganz anders als auf dem Bild auf der Postkarte!“ Das wusste ich sofort. Die Einladungskarte war mir zunächst bloß sinnbildlich erschienen. Ich hatte das Bild mit der barfüßigen Person, die ihren Kopf in dem Blumentopf stecken hat, bloß mit Sinnsprüchen wie „Den Kopf in den Sand stecken.“ besetzt. Dieser Kopfstoff war jetzt weg. Das Erlebnis war eine Reise in die Zeit gewesen und hatte sich als Erfahrung mit der Geschichte des Lebens verknüpft. Ich war aus der Zeit der „Langen Nacht der Museen“ ausgestiegen und in eine ganz andere Zeit eingetreten, in der Erdgei ster das Sagen hatten. Inmitten des geschäftigen Treibens der von den Muse umsdirektoren animierten Stadt gaben Berliner Pflanzen den Ton an, mit denen ich eine Weile Zwiesprache halten konnte.
Was hatte sich ereignet? Der ausgeschaltete Gesichtssinn und das Kopfüber veränderten die Orientierung komplett. Nase und Ohren übernahmen die Leitung und führten mich aus der visuellen in die viszerale Welt der Eingeweide des Körpers und der Erde. Einen starken Wechsel der Rolle und Haltung hatte Deimling seinen Akteuren zugemutet. Jeder von ihnen hatte unterschiedliche Erfahrungen gemacht und es mehr oder weniger lange ausgehalten. Letztlich entscheidend erwies es sich, dass durch die Blumenerde um den im Tontopf steckenden Kopf der führende und die Menschen leitende Gesichtssinn ausgeschaltet war, und damit die akustischen und olfaktorischen Sinnesreize hervortreten konnten. Sie bilden andere Anker, wie die Hypnoseforscher sagen, und andere Anker ermöglichen ungewohnte Zugänge zum Unbewussten.

Das Konzept der Aktion ist von hoher organisatorischer Flexibilität. Sie ist effektiv in der Wirkung sowohl für Mitwirkende wie für Zuschauer. Sie kann nahezu überall und mit beliebig vielen Teilnehmern durchgeführt werden. Auch ist es nicht unerheblich, dass diese Arbeit in Berlin entstanden ist, wo gebaggert, versiegelt und betoniert wird, um in der Hauptstadt den Geschäften, den Waren, den Dienstleistungen und letztlich den Menschen Beine zu machen. Deimling kehrt die Verhältnisse um, und lässt die Akteure ihren Kopf der Erde zuwenden. Sie stehen nicht mehr auf den Füßen sondern ruhen auf Knien und Kopf. Deimling lässt die Teilnehmer der Aktion zur Ruhe kommen und bei sich sein: eine notwendige Maßnahme gegen Beschleunigung und Wahnsinn.

text: Dr. Johannes Lothar Schröder

Gedanken zur performativen Installation Cover Your Tracks 8+9 von BBB Johannes Deimling im Rahmen des Kunstprojektes stadtraum()privatraum in Mannheim 11. und 12. Oktober 2002
„Die einzig wirksame Art und Weise, die Dunkelheit dessen zu gewährleisten, was vor dem Licht der Öffentlichkeit verborgen bleiben muss...ist eine Stätte, zu der niemand zutritt hat und wo man zugleich geborgen und verborgen ist“ (Hannah Arendt)

Ein Platz, ein ganz zentraler der Stadt. Der Marktplatz. Es ist 16.00 Uhr, kühl, recht kühl sogar. Ein eher trüber Tag.

Im Zentrum des Platzes stellen sich ca. 20-25 Personen zu einer Performance auf. Langsam wächst das „bewegte Bild“ heran. Erst einer, dann der nächste, dann der übernächste usw., bis es ein großes „bewegtes, stilles Bild“ geworden ist. Alle Performer (Frauen und Männer) sind schwarz gekleidet. Sie kommen mit einem großen Blumentopf aus Terrakotta zur Mitte des Platzes. Sie gehen vor dem Blumentopf, den sie vor sich hingestellt haben auf die Knie. Sie beugen sich soweit vor, bis ihr Kopf und Teile des Halses in Topf verschwunden sind. Der Kopf ruht auf einer Schicht Graberde, die zuvor bereits eingefüllt wurde. Nun kommt von außen noch weitere Erde hinzu. Sowohl BBB Johannes Deimling, wie auch andere Helfer, schütten Erde über den hinteren Teil des Kopfes der Performer.

All das Geschieht in Ruhe und wird mit großer Behutsamkeit ausgeführt. Schon nach kurzer Zeit bleiben die ersten Passanten stehen. Im weiteren Verlauf der Performance werden es immer mehr werden.

Es dauert einige Zeit bis alle Performer in Position sind. Das Bild wächst heran und entfaltet in seinem Wachsen eine ganz eigene Energie, die von Ruhe und Konzentration geprägt ist. Ein Gegenbild zum Treiben der Passanten, die ihren Geschäften nachgehen, einkaufen oder nach getaner Arbeit auf dem Heimweg sind.

Um die Performer hat sich nun ein großer Kreis von „Zuschauern“ gebildet. Auch dieser wächst ständig. Einzelne bleiben nur kurz stehen, schauen hin und gehen dann kopfschüttelnd weiter. Viele aber bleiben länger. Da gibt es jene, die lange zuschauen und dabei in das Geschehen eintauchen. Sie werden Teil des Ganzen, das sich hier vollzieht. Ihre Art zu stehen und zu schauen drückt aus: Ich bin im Bild. Ich teile das, was ich sehe.

Aber der größte Teil der „Zuschauer“ steigt in Gespräche ein. Sinnfragen werden gestellt. Nach Erklärungshilfen wird gefragt. Unmut wird geäußert. So geschieht es an verschiedenen Stellen, dass sich viel Worte, Gespräche und laute Proteste der, nach wie vor stillen und konzentrierten Aktion entgegenstellen. Es ist wie eine Art pulsierender Ring, der sich um die agierenden Performer legt. Je länger die Performance dauert, je stärker und lauter wird der Gesprächsanteil der Passanten und Zuschauer.

Jene, die als Performer arbeiten, sind in einer Position, von der gesamten körperlichen Haltung her betrachtet – die eine große Verletzlichkeit auszeichnet: Der Performer kniet auf dem Kopfsteinpflaster. Sein Kopf ist in einem Blumentopf verborgen. Allem was um ihn herum geschieht ist er schutzlos ausgeliefert.

Er scheint in eine andere Welt hineinzulauschen. Er beugt sich nieder, der Erde zu. Er steckt seinen Kopf in einen Behälter. Dieser wird so zu einem Resonanzkörper – zu einem großen Ohr.

Ein Blumentopf ist ein Gefäß für Pflanzen. Im Topf unter der Erde befinden sich die Wurzeln. Genau an der Stelle ist nun der Kopf des Performers und bildet den „Wurzelstock“, der restliche Körper die Pflanze.

Der Kopf ist verborgen. Kein Gesicht zu erkennen. Das Individuelle scheint fast völlig getilgt zu sein. Nur die Körper der einzelnen Performer differenzieren. Die durchgehend schwarze Kleidung vereinigt sie an diesem Ort zu einer rätselhaften, mysteriösen Gruppe, die durch ihr sonderbares Tun den Platz von seiner Alltäglichkeit befreien – zumindest für die Dauer der Performance. Das Geschehen zwischen den einzelnen Performern hat etwas von einem ruhigen Atmen. Es sendet aus und empfängt.

Im Hinzutreten der Passanten und deren Teilnahme vollzieht sich die Performance. Das heißt, dass alle Faktoren zusammen das ausmachen, was wir letztendlich Performance nennen. Ort und Stunde, Agierende und Reagierende bilden zusammen eine Art „Körper“ – eine Haut verschiedenster Energien, die vereint.

Dieser Platz der Stadt hat für mich sehr viel mit Ruhe zu tun. Hier öffnet sich ein weiter Raum, den nun die Performer mit ihrem „Pflanzenkörper“, mit ihrem Rücken spüren und ertasten können

Eine Dreiviertelstunde ist vergangen. Die ersten Performer beenden ihr Tun. Auch der Kreis der Zuschauer lichtet sich. Es ist ein „Zurück“, das sich bei einigen eher schmerzlich vollzieht, bei anderen freudig. Ich muß an Sloterdijks „Zur Welt kommen. Zur Sprache kommen.“ denken. Er sagt an dieser Stelle: „Nur etymologisch scheint Kunst von Können zu kommen, in der Sache kommt Können selbst schon von Eröffnen. Darum ist keiner Kunst der veristische Zug ganz fremd, denn was sich aussetzt, auch Sanftes, Wehrloses, Inoffensives, eröffnet eine Welt und ist durch das bloße Herauskommen schon eine Eröffnungsheftigkeit an sich. Aber die Kunst, wie alle übrige Schöpfung beginnt mit dem Entschluss, sich zu konfrontieren und sich dem Schicherheitsrisiko auszusetzen.“

Zurück bleibt der Platz einer Stadt. Zurück bleibt, was gerade dort geschehen ist und was davor dort geschehen war, vor Tagen, Wochen, Monaten und Jahren. Es wird für immer dort sein. Als Substanz. Als vollzogene Skulptur.

Die performative Installation Cover Your Tracks von BBB Johannes Deimling, die er von anderen ausführen lässt – dieser Umstand verdient eine eigene Betrachtung an anderer Stelle – versteht sich eben nicht als letzter Versuch, die Blicke endlich wieder auf die Kunst zu ziehen, sonder vielmehr, so scheint es mir, geht es BBB Johannes Deimling um eine „Zugabe“ – um eine Geste, hineingegeben in das Ganze. Eine Analyse der Performance Cover Your Tracks von BBB Johannes Deimling im Vergleich mit Vanessa Beecroft und Anderen steht noch aus.

von Wolfgang Sautermeister